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| Im Rahmen des Programms Lernort Staatsregierung konnten die Schüler aus den Klassen 10 a und 10 b in diesem Jahr dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz in München einen Besuch abstatten. | |
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Vor dem Justizpalast wurde die Gruppe von Studiendirektor Kolitsch empfangen, der die Schüler durch das repräsentative Treppenhaus in den Konferenzraum führte. |
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Hier lag für jeden einzelnen Teilnehmer mit dem Organisationsplan des Justizministeriums, mit Papier und Lernortkugelschreiber nicht nur das geistige Rüstzeug bereit, sondern es war auch mit Brötchen und verschiedenen Getränken für das körperliche Wohlergehen gesorgt. |
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Als erste Referentin stellte Frau von Geldern das Ministerium allgemein vor: Hier arbeiten 200 Mitarbeiter, davon 60 Juristen. Besondere Beachtung fand bei den Schülern die Information, dass die 11.300 Haftplätze mit 12.500 Häftlingen überbelegt seien, und v. a. der Hinweis, dass es sich dabei um 10.700 Männer handle. |
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Der 2. Referent, Herr Lemke, sprach zu dem von der Klasse gewählten Schwerpunktthema Jugendstrafrecht/-kriminalität. |
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An Hand des Beispiels Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz zeigte er die unterschiedliche Behandlung eines erwachsenen Täters bzw. eines Heranwachsenden. |
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Im letzteren Fall steht immer der Erziehungsgedanke im Vordergrund und die Spezialprävention (Täter einsichtig). |
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Bei den Erwachsenen geht es bei der Strafe mehr um Generalprävention (Abschreckung) und den Sühneaspekt.
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Das Vormittagsprogramm wurde durch den Leiter des Ministerbüros Dr. Frank fortgeführt. |
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Er beschrieb einen normalen Arbeitstag des Staatsministers und zeigte den Schülern dessen Büro. |
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Der künftige Justizminister? |
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Im Anschluss daran gab Herr Kolitsch einen Überblick über das bayerische Regierungssystem und endete wohl überlegt - mit der Staatskanzlei. |
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Denn in die dortige Kantine begab sich die Schülergruppe |
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zum Mittagessen. |
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Am Nachmittag folgte zunächst die Besichtigung des am Ost-Ende des Hofgartens gelegenen Staatskanzleigebäudes: Die Schüler beeindruckte die neue Stahl-Glas-Konstruktion, die mit ihrer Leichtigkeit und Lichtdurchlässigkeit |
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einen Kontrast zum monumental-repräsentativen, aber auch trutzig geschlossenen Kuppelbau darstellt. Sehr erstaunt zeigten sich v. a. die Musenschüler aus dem Carolinum über die vielen Kunstobjekte im Gebäude. Beispiel: Adrian Maryniaks fast vier Meter hohe wollknäuelartige Legung aus Aluminiumrohren (neben dem Eingang zur Kantine).
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Herr Kolitsch erläuterte, dass man mit der obligatorischen
Kunst am Bau junge Künstler fördern wolle, die ab 1962 geboren sind und in
Bayern ihren Hauptwohnsitz haben.
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