Lesung und Diskussion mit Hannes Kreschel, PuG 11. Klassen und Q13
27.10.26 | Zuletzt aktualisiert am 27.10.26 12:57 Uhr
Insta, TikTok und Co – Was haben soziale Medien mit Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit zu tun?
Dieser Frage gingen zu Beginn des Schuljahres Oberstufenschülerinnen und -schüler in der Feuerbach Akademie Ansbach nach. Diskutiert wurde mit Autor und Politik-Influencer Hannes Kreschel, der auch im „klassischen linearen“ Fernsehen als Experte gefragt ist – insbesondere im Kontext der Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Die Zusammenhänge zwischen politischer Willensbildung in der „Mediendemokratie“, Meinungs- und Versammlungsfreiheit und der Bedeutung des Rechtsstaats zeigte Kreschel anhand konkreter Beispiele: Begegnungen auf politischen Veranstaltungen und Demonstrationen, die sich im Grenzbereich des Grundgesetzes oder sogar außerhalb abspielten. Es wurde deutlich, dass Meinungsfreiheit Grenzen hat, auch in den sozialen Medien und auf politischen Demonstrationen, wo sich eine gewisse gesellschaftliche Spaltung besonders laut darstellt. Diese Grenzen sind erreicht, wenn es z. B. um Volksverhetzung geht. Die Schülerinnen und Schüler aus der 11. Jahrgangsstufe und der Q13 diskutierten mit dem Gast aus Sachsen-Anhalt ferner, wie man radikalen politischen Ansichten begegnen könne – auch vor dem Hintergrund der politischen Diskussionskultur, die heute maßgeblich und besonders unter den Jugendlichen von sozialen Medien geprägt ist. Selbstverständlich blieben aber auch Fragen zum „Leben als Influencer“ nicht unbeantwortet.
Ausgehend von der Initiative der Feuerbach Akademie Ansbach, auch bei jungen Menschen die Wertschätzung für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu fördern, erfolgte die Realisierung der Veranstaltung organisations- bzw. schulübergreifend: Feuerbach Akademie, Platen-Gymnasium und Caro arbeiteten dabei erfolgreich zusammen. So startete der Unterricht im Fach Politik und Gesellschaft direkt mit einer hochaktuellen Veranstaltung, die direkt an die Lebenswelt der Jugendlichen andockte und darüber hinaus viele unterrichtliche Anknüpfungspunkte eröffnete.
Daniel Wolf und Leo Kafke